Kraftstoffe
Diesel oder Benzin: Welcher Kraftstoff passt zu mir?
Diesel oder Benzin: Was Literpreis, Verbrauch und Steuerlast für die eigene Fahrleistung bedeuten — ohne Anschaffungsrechnung.
· Kraftstoffe · alle Beiträge
Wer die Wahl zwischen Diesel und Benziner hat, sollte zwei Fragen trennen: Was kostet der Kraftstoff an der Zapfsäule, und was kostet er über die gefahrenen Kilometer? Diesel liegt pro Liter meist über Benzin, verbraucht aber weniger. Welcher Kraftstoff günstiger ist, hängt daher von der Fahrleistung, vom Verbrauch und vom aktuellen Preisabstand ab. Mit dem Spritrechner lässt sich der eigene Verbrauch direkt durchrechnen.
Preis pro Liter vs. Preis pro Kilometer
Der reine Literpreis an der Zapfsäule hilft beim Vergleich kaum weiter. Ausschlaggebend ist der Verbrauch auf 100 Kilometer. Ein Diesel, der auf gleicher Strecke rund einen Fünftel weniger Kraftstoff braucht, gleicht einen höheren Literpreis über eine bestimmte Jahresfahrleistung aus. Darunter liegt die Schwelle, ab der sich der Mehrpreis des Diesels rechnet. Wer wenig fährt, zahlt den höheren Literpreis und bekommt den geringeren Verbrauch nicht zurück. Wer viel fährt, profitiert.
Die laufenden Spritkosten zeigen die Spritpreise je Stadt und Bundesland. Welcher Kraftstoff dort aktuell günstiger zu bekommen ist, wechselt im Jahresverlauf.
Verbrauch realistisch einschätzen
Herstellerangaben sind Laborwerte und fallen im Alltag häufig höher aus. Wer seinen Wagen prüfen will, tankt voll, notiert den Kilometerstand und tankt beim nächsten Mal wieder voll. Aus den Litern und den gefahrenen Kilometern ergibt sich der reale Verbrauch. Wer kein zweites Auto zum Vergleich hat, kann mit Freunden, Familienmitgliedern oder Kollegen mit ähnlichem Fahrzeug gegenprüfen.
Steuern und Abgaben im Preis
Im Literpreis steckt mehr als der reine Kraftstoff. Für Diesel und Benzin gelten unterschiedliche Steuersätze; die Kraftfahrzeugsteuer wird beim Diesel nach Hubraum und Schadstoffklasse berechnet. Über die Haltedauer eines Autos schlägt dieser Posten spürbar durch. Wer ohnehin nur kurze Strecken fährt, sollte die Steuerlast mitdenken, bevor der höhere Anschaffungspreis eines Diesels gerechtfertigt erscheint.
Weshalb sich Spritpreise überhaupt bewegen, beschreibt Warum schwanken Spritpreise.
Welcher Kraftstoff für welchen Fahrer?
Viel Kurzstrecke und Stadtverkehr: Benziner, weil dort die Abgasnachbehandlung weniger gefordert wird. Lange Autobahnanteile oder hohe Jahresleistung: Diesel, weil der Verbrauchsvorteil den höheren Literpreis auffängt. Unsicherheit über die kommende Fahrleistung: Benziner, weil weniger Kapital gebunden ist.
Wer noch keinen Wagen hat und auch über E10 nachdenkt, liefert E5 oder E10 die Grundlage zur Auswahl.
Häufige Fragen
Ist Diesel immer günstiger als Benzin?
Nicht der Literpreis, sondern der Preis pro Kilometer entscheidet. Diesel verbraucht meist weniger, kostet pro Liter aber häufig mehr. Wie viel Unterschied bleibt, hängt vom Verbrauch des eigenen Fahrzeugs und vom aktuellen Preisabstand ab. Der Spritrechner rechnet beide Werte zusammen.
Lohnt sich ein Diesel bei wenig Fahrleistung?
Bei niedriger Jahresleistung übersteigt der höhere Anschaffungspreis und die Kraftfahrzeugsteuer den Verbrauchsvorteil. Erst wenn die gefahrenen Kilometer den Mehrpreis über die Haltedauer ausgleichen, rechnet sich der Diesel. Wer unsicher ist, vergleicht die aktuellen Literpreise über die Spritpreise.
Was ist der Unterschied zwischen Diesel und Benzin?
Benzin wird im Ottomotor fremdgezündet, Diesel im Selbstzünder unter höherer Verdichtung gezündet. Deshalb unterscheiden sich Verbrauch, Drehmoment und Abgasverhalten. Welcher Kraftstoff ins eigene Auto darf, steht in der Tankklappe.
Wann ist der beste Zeitpunkt zum Tanken?
Wer seine Tankstellen kennt, kann den günstigsten Moment nutzen. Hinweise dazu liefert Wann tanken auf Basis der typischen Tageskurven.
Themen: diesel oder benzin · benzin oder diesel · diesel vs benzin · unterschied diesel benzin · spritkosten vergleich