Preise verstehen
Spritpreise am Sonntag: teurer oder nur gefühlt?
Sonntags fehlt der Berufsverkehr, und damit die Tageskurve, die den Preis werktags zweimal nach unten drückt.
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Der Sonntag hat keinen eigenen Aufschlag. Was er hat, ist ein anderer Tagesverlauf.
Warum sich Sonntag anders anfühlt
Werktags folgt der Preis dem Pendelverkehr: morgens teuer, über den Tag in Stufen abwärts, abends am tiefsten. Diese Kurve entsteht durch Nachfrage, die zu festen Zeiten auftritt. Am Sonntag fällt der Berufsverkehr weg — die Preise starten niedriger, fallen aber auch flacher. Wer sonntags um 10 Uhr tankt, zahlt oft weniger als werktags um 10 Uhr, aber mehr als werktags um 19 Uhr.
Was das fürs Tanken heißt
- Nicht sonntags meiden, sondern spät tanken. Der Abend bleibt auch am Sonntag die günstigere Hälfte des Tages.
- Der Ort schlägt den Tag. Der Abstand zwischen der teuersten und der günstigsten Tankstelle einer Stadt ist an jedem Wochentag größer als der Abstand zwischen den Wochentagen selbst.
- Autobahn bleibt Autobahn. Der Aufschlag an der Raststätte kennt keinen Sonntag, siehe Tanken an der Autobahn.
Wie sich die Tageskurve zusammensetzt, steht unter Wann tanken?; die Preisbestandteile selbst unter Preisaufbau.